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Rundfunkpreis Mitteldeutschland - Würdigung journalistischer Leistung im privaten regionalen und lokalen Fernsehen

Der Preis bildet inzwischen einen der wichtigsten Leistungsvergleiche unter privaten kommerziellen Fernsehveranstaltern in Mitteldeutschland und ehrt auch in diesem Jahr insgesamt sieben herausragende Lokal-TV-Beiträge aus 156 Einreichungen. Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 11.000 Euro vergeben.

Der Hauptpreis – dotiert mit 2.500 Euro – in der Kategorie "Bester Beitrag/Bestes Porträt" geht an Marco Gasparic und Jakob Schäfer von Leipzig Fernsehen für ihre Produktion mit dem Titel "Beste Öczelebi - Gegenwartsmusik". Das Stück zeigt die von Umwegen gezeichnete Lebensgeschichte einer jungen Frau, die ihre türkische Heimat verlassen musste, um sich künstlerisch entwickeln und verwirklichen zu können. "Spannende und abwechslungsreiche Bilder werden durch die Musik veredelt. Die Autoren verweben die Hingabe zur Kunst geschickt mit der politischen Dimension, die etwas darüber erzählt, wie wir in Deutschland leben können und wollen. Das spiegelt Weltoffenheit und ein Gespür für Themen unserer Zeit wider." Ein herausragender Beitrag, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Die Gewinnerinnen in der Kategorie "Beste Werbung" – dotiert mit 2.000 Euro – sind Susann Spiwoks und Kathy Reichenbach, ebenfalls von Leipzig Fernsehen, mit ihrem Werbespot "60plusminus". Die Jury urteilt: "Die Generation 60plus wird mit diesem Werbefilm weder in die Ecke 'Alt' gestellt, noch krampfhaft auf 'Jung' getrimmt, sondern einfach mit den richtigen Worten und ohne das Bemühen von Klischees abgeholt."

Die "Beste Nachricht im Fernsehen" – dotiert mit 1.500 Euro – kommt in diesem Jahr von Katrin Taubert für ihren Bericht "Tante Emma 2017", der für SRF-Südthüringer Regionalfernsehen, Sonneberg, produziert wurde. Im Mittelpunkt stehen die Strukturveränderungen im ländlichen Raum, die vielerorts längst Realität geworden sind. Der Beitrag berichtet über einen erfolgreichen Unternehmer, dem es mit seiner Geschäftsidee, einen mobilen "Tante-Emma-Laden" einzurichten, gelungen ist, vor allem älteren, wenig mobilen Menschen wieder die Möglichkeit zu geben, selbstbestimmt ihre Einkäufe zu erledigen. "Die Nachricht nimmt viele O-Töne auf und kann gut die Bedürfnisse der ländlichen Bevölkerung herausarbeiten. Ein hervorragender Beitrag ‒ sowohl hinsichtlich des Inhaltes, als auch hinsichtlich der Form", schätzt die Jury ein.

Preisträgerin des Sonderpreises zum Schwerpunkt "Europa und die Region" ist Ulrike Hausmann von Chemnitz Fernsehen. Der Film "Chemnitzer feiern Friedenstag" dokumentiert verschiedene Aktionen an einem einzigen Tag in Chemnitz, die den Friedenswillen einer Stadt in Mitteldeutschland zeigen. Besonders fasziniert die Jury, "dass es dem Beitrag darüber hinaus gelungen ist zu verdeutlichen, dass 'Gib uns Frieden' ein wichtiges europäisches, aber auch weltweites Thema darstellt und dass dieser europäische Frieden, wie wir ihn kennen, eine große, bei weitem nicht selbstverständliche Errungenschaft ist, den es zu schützen gilt". Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.